Auch wenn der Spruch nicht neu ist: Nicht über die Krise – oder die geänderten Rahmenbedingungen jammern –, sondern sie als Chance sehen.
In der Zukunft werden die Weiterbildungsunternehmen das, was sie in den vergangenen zwei Jahren gelernt haben, gut gebrauchen können: die Kundenwünsche früh erkennen, das eigene Angebot ständig hinterfragen, anpassen und neu entwickeln und ergänzenden Service bieten. Das ist anstrengend für ein Unternehmen – aber für die Weiterbildner führt meiner Meinung nach kein Weg daran vorbei. Unternehmen investieren in Weiterbildungen; aber nur, wenn zu einem optimalen Preis-Nutzen-Verhältnis genau das vermittelt wird, was sie für ihren Erfolg brauchen. An dieser Situation wird sich in Zukunft nichts ändern – auch wenn die Unternehmen ihre Weiterbildungsbudgets in 2011 wieder aufstocken werden. Generell müssen sich die Anbieter mehr zum Systemdienstleister entwickeln und sich dabei vernetzen, damit sie – gegebenenfalls durch Kooperationen – den ganzheitlichen Anspruch erfüllen.
Carsten R. Löwe, Geschäftsführer des Wuppertaler Kreises e.V., einem Verband für betriebliche Weiterbildung, in dem 50 Anbieterinstitute organisiert sind.

Nicole Bußmann ist Chefredakteurin der managerSeminare Verlags GmbH, Bonn. Die studierte Publizistin arbeitet seit 15 Jahren in und mit dem Weiterbildungsmarkt, in ihrer journalistischen Funktion beobachtet sie die Branche, die Formate, die Akteure. 